Aktuelles aus unserer Arbeit

Mai 2026 - Eine ehemalige Studentin der Uni Oldenburg, die ihre Diplomarbeit über das Jeddeloher Moor geschrieben hat, hat mit uns nach vielen Jahren  das NSG noch einmal besucht. Dabei haben wir festgestellt, dass viele wertvolle Bereiche trockengefallen und zugewachsen sind. Zusammen mit MoorIA wollen wir nun versuchen, den Wasserabfluss aus dem Gebiet zu stoppen und Gräben zu verschließen. 

April 2026 - Endlich ist es soweit: Nach einer zweijährigen Akquisephase und mit einer neuen Kollegin im Team der ÖNSOL starten wir in diesem Monat mit unserem internationalen Projekt Wetlanders. Es geht um den Schutz von Feuchtgebieten, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die gemeinsame Suche nach langfristigen Lösungen, die für alle Beteiligte akzeptabel sind (Foto: H.v. Sonntag). Mehr

März 2026 - Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO ) in Delmenhorst hat uns und weitere vier Vereine im Rahmen der Aktion "400.000 Girokonten" mit einer Spende von jeweils 10.000€ bedacht. Wir sind sehr begeistert und bedanken uns herzlich! Wir werden die Gelder sicherlich gewinnbringend für den Naturschutz in Delmenhorst einsetzen. (Foto: LzO/Fotograf: Assanimoghaddam)

Februar 2026 - Im NSG Vreschen-Bokel am Aper Tief im LK Ammerland kam der Bagger angerollt: Wir haben die Uferbereiche der dortigen Gewässer freigestellt sowie Teile des Bodens freigeschoben. Damit können sich weiterhin Kaulquappen entwickeln, die Licht und Wärme benötigen. Die offenen sandigen Bereiche dienen nun wieder Wildbienen als Lebensraum und bieten Vögeln wie dem Flussregenpfeifer Brutmöglichkeiten.

 

 

Januar 2026 - Wir sind mitten ins Herz der Stadt Oldenburg eingezogen: Vor Kurzem haben wir unsere Arbeit im Umwelthaus im Kulturzentrum PFL an der Peterstraße aufgenommen, dem ehemaligen Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital. Mit dem Oberbürgermeister Jürgen Krogmann haben wir uns über den Naturschutz ausgetauscht. Mehr 


2025

Dezember 2025 - Die Natur (hier im Bild das Delmenhorster NSG Sandhauser Brake und Schwarze Brake) ist im Winterschlaf - wir sind es nicht: Zusammen mit den unteren Naturschutzbehörden und unseren weiteren Kooperationspartner*Innen planen wir die Aufgaben für 2026. Den sogenannten "Arbeitsplan" für das kommende Jahr müssen wir jedes Jahr zum 31.12. an den NLWKN senden. Des Weiteren stehen schon die Vorbereitungen für die nächsten Maßnahmen in den kommenden Monaten an.

November 2025 - Unser Schlangenmonitoring im Holler- und Wittemoor war erfolgreich. Gemeinsam mit der Ökologischen Station Jade konnten wir mehrere Individuen der Schlingnatter nachweisen. Die im Vorjahr erfolgten Maßnahmen (Entnahme von Kulturheidelbeeren / Herstellung größerer Strukturvielfalt) wirkten sich offensichtlich positiv auf die Schlingnattern aus, denn diese sonnten sich gerne an Offenbodenstellen. Um mehr über die Größe und Entwicklung der Schlangenpopulation aussagen zu können, wird das Monitoring in 2025 fortgesetzt.

Oktober 2025 - Die Sandgrube Bookholt ist eines der Teilgebiete im Raum Munderloh, in denen wir die Knoblauchkröte wieder ansiedeln. Seit 2024 haben sich dort in den Uferbe-reichen Himbeer- und Brombeergehölze stark ausgebreitet, was dazu führt, dass der Knoblauchkröte weniger grabfähiger Sandboden zur Verfügung steht. Im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde wurde in den besonders zugewachsenen Bereichen der Oberboden samt Vegetation durch eine Fachfirma abgeschoben. Wir haben die Arbeiten vor Ort fachlich begleitet.

September 2025 - Während der Kartierungsarbeiten im NSG Roggenmoor fielen uns mehr als fünfhundert Meter funktionslose Maschendrahtzäune sowie einige Stacheldrahtreste auf. Einige dieser Zäune waren bereits eingewachsen und ragten als regelrechte Fallen halb aus dem Boden heraus. Solche überflüssigen Zäune in den Naturschutzgebieten stellen eine potenzielle Gefahr für Wildtiere dar. Darum haben wir den größten Teil der Zäune nun durch eine Fachfirma beseitigen lassen.

August 2025 - Die Grüne Mosaikjungfer ist eine europaweit geschützte Libellenart, die durch Lebensraumverluste, Gewässerverschmutzung, wasserbauliche Unterhaltung und Zerstörung von Flachgewässern stark zurückgegangen ist. Sie ist strikt an Gewässer mit Vorkommen von Krebsschere gebunden. Darum sind wir auf der Suche nach Projektflächen, auf denen wir diese Wasserpflanze fördern können. Auch in Delmenhorst kommt sie in kleinen Beständen in einigen Marschengräben vor (siehe Foto).

Juli 2025 - In den letzten Wochen haben Antje Hoffmann und ihr Team für uns fleißig nach den letzten Bachmuscheln in der Delme gesucht. Und sie sind fündig geworden! Bemerkenswert ist, dass sie verschiedene Altersstufen gefunden haben. Und das gibt Hoffnung, dass die Bachmuschel doch noch in der Delme überleben kann. Bis sie sich aber eigenständig in einer solchen Anzahl erfolgreich fortpflanzen kann, dass ihr Bestand nicht mehr gefährdet ist, müssen dringen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Wir bleiben natürlich dran!

Juni 2025 - Am 26. Juni konnten wir gemeinsam mit Kooperationspartnern vom NABU Hatten 2.900 Kaulquappen der Knoblauchkröte erstmalig in den Teichen des Golfclubs Oldenburger Land aussetzen. Auch in den beiden Gewässern der Sandgrube Bookholt fanden wieder mehrere Hundert Kaulquappen ein neues Zuhause. Durch dieses mehrjährige Projekt wollen wir die Knoblauchkröte im Raum Munderloh wieder heimisch machen und ihr die Chance geben, sich von dort aus weiter auszubreiten.

Mai 2025 - Am 15. Mai organisierte die ÖNSOL ein Fachtreffen mit Olaf von Drachenfels zum Thema Biotop- und Lebensraumtypen im Grünland und den Schutz und die Pflege des extensiv genutzten Naturschutz-Grünlands. Nicht selten entwickelt sich das ursprünglich artenreiche und wertvolle Grünland in den Schutzgebieten nicht so wie erhofft. Gründe dafür können neben den zu geringen Wasserständen eine zu späte und zu seltene Mahd bzw. Beweidung sein. Auf einigen Flächen sei nach Auskunft von Olaf von Drachenfels eine Erhaltungsdüngung oder Kalkung ratsam. 

April 2025 - Schön wild hier...im NSG Huntloser Moor! Die Idylle täuscht allerdings, denn der Birkenwald, in dem der Jelängerjelieber (Lonicera periclymenum) an den Moor-Birken emporklettert, ist genauso wie Vogelbeere und Dornfarn ein Zeiger für die tiefreichende Veränderung im Huntloser Moor. Wo ehemals Torfmoose, Glockenheide und seltene Orchideen wuchsen, hat sich aufgrund der Entwässerung des Moores die Vegetation vollständig verändert. Der zunehmende Klimawandel tut sein Übriges. Entsprechend muss das Wasser im NSG zurückgehalten werden.

März 2025 - Gemeinsam mit der Ökologischen Station Jade haben wir im NSG Holler- und Wittemoor künstliche Verstecke für Schlangen eingerichtet, um ab Ende März ein Schlangenmonitoring zu starten. Dabei geht es vor allem um die Schlingnatter, für die hier im Rahmen des IP-LIFE Atlantische Sandlandschaften der Lebensraum optimiert wurde. Bei der  Schlingnatter handelt es sich um die seltenste Schlangenart Niedersachsens mit einer Priorität für Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen. (Foto: Erhard Nerger)

Februar 2025 - Um der Verockerung der Delme entgegenzuwirken, haben wir zusammen mit dem ÖKOL ein Pilotprojekt ins Leben gerufen: In Ganderkesee haben wir spezielle regelbare Drainagevorsätze auf einem an die Delme angrenzenden Acker einbauen lassen. Dadurch soll das Bodenwasser möglichst lange in der Fläche gehalten werden, um anaerobe Bedingungen zu erhalten und so die Oxidation des Eisens (Verockerung) und die Auswaschung in die Delme zu vermindern. Ein Masterstudent begleitet das Projekt wissenschaftlich. 

 

Januar 2025 - Seit diesem Jahr sind wir auch in der Stadt Delmenhorst aktiv. Ende 2024 haben wir die Zustimmung des Landes für die Erweiterung unserer Betreuungskulisse bekommen. Wir werden bei der Betreuung der FFH-Gebiete „Delmetal zwischen Harpstedt und Delmenhorst“ und „Untere Delme, Hache, Ochtum und Varreler Bäke“ sowie in den NSGs „Hemmelskamp“ und „Sandhauser Brake und Schwarze Brake“ unterstützen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen Akteuren vor Ort!

 

 


2024

Dezember 2024 - Das Naturschutzgebiet Sager Meere, Kleiner Sand und Heumoor wird vom Mellumrat betreut. In Absprache mit den Ehrenamtlichen des Vereins wurden im Dezember im nördlichen Teil (Heumoor) dringend notwendige Entkusselungsarbeiten beauftragt, da der wertvolle Moorbereich mit mehreren Pflanzenarten der Roten Liste zu verbuschen droht. In der kleinen Teilfläche wachsen neben verschiedenen Torfmoosarten u. a. Hirse-Segge, Moosbeere, Moorlilie und Rosmarinheide. Aber auch Pfeifengras und v. a. sehr viele kleine Moorbirken und Weiden haben sich dort ausgebreitet.

November 2024 - Auf einer neuen Infotafel in der Sandgrube Bookholt können sich Spaziergänger*innen nun über die Historie der Sandgrube, das versteckte Leben der Knoblauchkröte und Maßnahmen zum Schutz dieser Amphibie informieren. So ermöglicht die regelmäßige Entfernung von aufwachsenden Brombeeren und Gehölzen den Erhalt offener, sandiger Bereiche. Diese benötigt die Knoblauchkröte, um sich tagsüber und zur Überwinterung im Boden einzugraben. Aber auch seltene Pflanzen wie der Rundblättrige Sonnentau oder der Sumpf-Bärlapp sind auf offene Uferbereiche angewiesen. Mehr

Oktober 2024 - Im Zuge unserer diesjährigen Untersuchung auf dem Pestruper Gräberfeld (Landkreis Oldenburg) konnten wir 187 Schmetterlingsarten nachweisen. Darunter der Argus-Bläuling, das Kleine Nachtpfauenauge (s. Foto), der Weiße Grasbär und der Heide-Streifenspanner. Überraschend war der Anflug des Weißgrauen Flechtenbärchens, denn dieser Falter wird erst seit 2014 in Niedersachsen gefunden und breitet sich im Zuge der Klimaerwärmung aus. Anhand unserer Ergebnisse  konnten wir Empfehlungen für die Fortschreibung des Pflege- und Entwicklungsplans formulieren.

September 2024 - An vegetationsfreien Uferbereichen von Fließgewässern samen sich Erlen nach dem winterlichen Hochwasser normalerweise von selbst aus. Weil die Vegetation an der Delme aber sehr dicht ist, haben wir an einigen Stellen die Pflanzendecke abschieben lassen. Deshalb können hier nun "Erlenbabys" aufwachsen und sich gemeinsam mit den gepflanzten Bäumen zu einem Gehölzsaum entwickeln, der das Ufer befestigt und empfindlichen Wasserorganismen wie der Bachmuschel den notwendigen Schatten spendet.

August 2024 - Auch in diesem Jahr gehört zu den Pflegemaßnahmen im Oldenburger NSG Haarenniederung die Beseitigung bzw. Dezimierung von Neophytenbeständen wie Herkulesstaude, Drüsiges Springkraut, Riesen-Goldrute sowie Staudenknöterichen zu den Aufgaben der Ökologischen Station.  Bei Staudenknöterichen muss nach der Rodung mehrfach nachgearbeitet werden, da die Wurzeln dieser Art wieder austreiben. Kleinere Bestände wie der am Hörneweg können zusätzlich mit stabiler Teichfolie abgedeckt werden.

Juli 2024 - Nicht nur im Meer, sondern auch in Flüssen und Seen gibt es Muscheln. Hier haben sie eine wichtige ökologische Funktion, denn sie reinigen das Wasser von Trübstoffen - die größeren Arten (manche können bis zu 26 cm messen) filtern bis zu 40 Liter pro Stunde. In der Haaren und ihren Nebenflüssen konnten wir in diesem Jahr bisher Arten wie die Gemeine und die Große Teichmuschel sowie die Malermuschel (s. Foto) nachweisen. Letztere verdankt ihren Namen der Tatsache, dass die stabilen Schalen früher von Kunstmalern zum Anmischen von Farben verwendet wurden.

Juni 2024 - Im Rahmen der von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung  unterstützten "Woche der Natur" haben wir im Juni eine Schmetterlingsexkursion durch das NSG Everstenmoor in Oldenburg angeboten. Mit Hilfe von Bestimmungsliteratur haben wir gemeinsam versucht, die Arten zu identifizieren. Dabei gelang uns ein toller Fund: Der Hochmoor-Bläuling! Er ist das Wappentier der ÖNSOL. Mehr über den Hochmoor-Bläuling

Mai 2024 - Nachdem die Wasserstände an der Delme endlich wieder gesunken sind, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Ochtumverband bei Klein Henstedt  450 Erlen gepflanzt. Damit wollen wir vor allem eine Beschattung und Uferbefestigung erreichen, wodurch der Bodensubstrateintrag vermindert und die notwendigen Temperaturverhältnisse für die Bachmuschel und gefährdete Fischarten wiederhergestellt werden. Mehr

April 2024 - Wir haben das FFH-Gebiete Funchsbüsche und Ipweger Büsche im LSG Rasteder Geestrand einmal genauer unter die botanische Lupe genommen. Dabei konnten wir viele Frühjahrsblüher entdecken. Diese werden dem sogenannten Lebensraumtyp 9160 (Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder) zugeschrieben, der durch die FFH-Richtlinie EU-weit geschützt ist. Zu diesem Lebensraumtyp gehören z.B. Hohe Primel, Hain-Veilchen, Großer Sternmiere, Buschwindröschen und der Gold-Hahnenfuß.

März 2024 - Im März beginnt die Raupensaison. Die Larven des Heide-Streifenspanners erwachen dann aus ihrer Winterruhe, um nach Nahrung zu suchen. Diese finden sie an den Triebspitzen der Besenheide, welche auf Moor- und Sandboden wächst. Ein passender Lebensraum für den stark gefährdeten Schmetterling ist das Pestruper Gräberfeld bei Wildeshausen. Auf dieser von den Niedersächsischen Landesforsten betreuten Heidefläche führen wir eine Schmetterlingsuntersuchung durch und konnten bereits einige Raupen des Heide-Streifenspanners finden.

Februar 2024 - Das Frühjahr startet mit relativ milden Temperaturen. Bald kann man damit rechnen, dass das Reptil des Jahres - die Kreuzotter - seine Winterruhe beendet und sich auf Nahrungssuche begibt. Zum Nachweis dieser Tiere haben wir im Everstenmoor  deshalb in Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Landesforsten sogenannte "Schlangenbleche" ausgelegt. Diese erwärmen sich etwas mehr als ihre Umgebung und werden deshalb gerne von Schlangen aufgesucht.  

Januar 2024 - Winterzeit ist Auswertungszeit. Wir sind gerade dabei, unsere im Gelände aufgenommenen Daten auszuwerten. Zusammen mit den Unteren Naturschutzbehörden planen wir anhand der Ergebnisse neue Naturschutzmaßnahmen. Außerdem müssen wir die vom NLWKN jährlich geforderten Zwischenberichte schreiben und alle Felddaten in digitale Online-Datenbanken des Landes eingeben. Das fesselt uns zur Zeit an den Computer.


2023

Dezember 2023 - Hochwasser an der Delme! Ein solches Ereignis tritt statistisch gesehen nur alle 25 Jahre auf. Hier gibt es ein paar Eindrücke. 

November 2023 - Die ersten Maßnahmen an der Delme beginnen! Sobald das Wetter es zulässt, wird ein Bachabschnitt der Delme mit Erlen bepflanzt und der Boden für eine Selbstaussaat der Bäume vorbereitet.

Oktober 2023 - Am 11.10. haben wir zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde zu einer Eigentümer*innen-Versammlung im NSG "Stapeler Moor und Kleines Bullenmeer" eingeladen. Dabei ging es in erster Linie um eine Vorstellung der neuen Akteure ÖNSOL und ÖKOL, aber auch um die extensive Grünlandnutzung in diesem Gebiet. Es haben sich fruchtbare Diskussionen für die Weiterentwicklung des Gebiets ergeben.

September 2023 - Zur Zeit steht das Thema Delme im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir sind in mehreren Arbeitskreisen aktiv und tauschen uns mit verschiedenen Akteuren aus, um den Schutz der Bachmuschel voranzubringen. Dafür haben wir uns bei Klein Henstedt eine Strecke ausgesucht, an der wir noch in diesem Jahr Maßnahmen umsetzen wollen.

August 2023 - Im NSG Haarenniederung  (Stadt Oldenburg) haben sich in einigen Bereichen gebiets-fremde Pflanzenarten (sogenannte Neophyten) wie der Riesen-Bärenklau und das Drüsige Springkraut ange-siedelt. Da diese aus dem asiatischen Raum stammen-den Pflanzen sich oftmals stark ausbreiten und die ursprünglich heimische Vegetation unterdrücken, haben wir  eine Firma beauftragt, die Bestände zu reduzieren. Diese Arbeit wird im kommenden Jahr fortgesetzt.

Juli 2023 - Derzeit erfassen wir in der Haarenniederung Nachtfalter. Mithilfe eines Leuchtturms werden die nachtaktiven Insekten angelockt. Über 100 Arten hat unser Biologe Carsten Heinecke schon gesichtet, darunter war auch ein Erstfund des Ampfer-Sumpfzünslers. Sind die Ergebnisse ausgewertet, dienen sie als Grundlage für eine schmetterlingsfreundliche Bewirtschaftung der Flächen.

Juni 2023 - Im NSG Stapeler Moor Süd und Kleines Bullenmeer werden die Grünlandflächen kartiert. Das Wiesen-Schaumkraut ist schon fast verblüht, aber Kuckucks-Lichtnelke und Scharfer Hahnenfuß stehen in schönster Blüte. Hier zeigt sich, dass eine extensive Nutzung für den Erhalt der Artenvielfalt besser ist, als wenn die Flächen brachfallen.

Mai 2023 - Unsere Vegetationskundlerin Elisabeth Woesner ist aktuell im NSG "Stamers Hop" am Zwischenahner Meer unterwegs und erfasst die Vegetation. Die Ergebnisse werden Einzug finden in die Überarbeitung der NSG-Verordnung, mit der sich die Untere Naturschutzbehörde in diesem Jahr beschäftigt.