Die Knoblauchkröte

Kleiner Stinker sucht neue Lebensräume

Hellbraun gefärbt mit oliv-braunen Flecken: Die Knoblauchkröte ist eine der kleineren Froschlurch-Arten. Mit den Hinterfüßen kann sie sich leicht im Sandboden vergraben. Ihr Name ist Programm: Bei Gefahr gibt sie ein nach Knoblauch riechendes Sekret ab.

Die Knoblauchkröte - Foto: Carsten Heinecke
Die Knoblauchkröte - Foto: Carsten Heinecke

Hauptsächlich verbreitet ist diese Art im Tiefland Mittel- und Osteuropas. Als Laichgewässer werden von der Knoblauchkröte eine Vielzahl offener Stillgewässer  angenommen. Als Vertreterin vegetationsarmer, steppenartiger Lebensräume bevorzugt sie offene Landschaften mit sandigen Böden, in denen sie sich tagsüber eingraben kann. Ihren Laich legt sie in stehenden und träge fließender Gewässern ab. In vielen Regionen lebt die Knoblauchkröte  bevorzugt auf Ackerflächen. 

 

 

In den Ahlhorner Fischteichen (Landkreis Oldenburg) gibt es noch größere Vorkommen dieser Art. Doch abseits davon ist die Knoblauchkröte in unserem Bundesland selten geworden. In Kooperation mit der unteren Naturschutzbehörde, dem Forstamt Ahlhorn und dem NABU Hatten führen wir daher seit 2023 Maßnahmen zur Wiederansiedlung der Knoblauchkröte im Raum Munderloh durch und entwickeln neue Lebensräume. Dazu ziehen wir jedes Jahr Kaulquappen der Knoblauchkröte auf und setzen sie jeweils drei Jahre lang in geeignete Zielgewässer. Bisher sind die Teiche in der Sandgrube Bookholt und auf dem Golfplatz Oldenburger Land mit Kaulquappen besetzt worden. 20 Prozent der aufgezogenen Tiere setzen wir wieder zurück in die Ahlhorner Teiche, um die dortige Spenderpopulation zu stärken.